Archiv der Kategorie: Veranstaltungsarchiv

Lesung aus David Graebers „Schulden. Die ersten 5000 Jahre“

Archivierter Termin: am 14.03 um 18:00 Uhr.

Lesung von attac Leipzig im Rahmen der Buchmesse Leipzig.
Reihe:
westwärts – leipzig.liest.im.leipziger.westen
Genre: Politik, Sachbuch

Attac Leipzig liest in Kooperation mit der Autodidaktischen Initiative Ausschnitte aus dem Werk „Schulden. Die ersten 5000 Jahre“ des anarchistischen Ethnologen David Graeber. Im Anschluss ist die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch gegeben. index

Kurzinfo zum Werk:

„Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.

Ein radikales Buch im doppelten Wortsinn, denn Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden.

Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben.

Im Kern ist dieses Buch ein hohes Lied auf die Freiheit: Das sumerische Wort »amargi«, das Synonym für Schuldenfreiheit, ist Graeber zufolge das erste Wort für Freiheit in menschlicher Sprache überhaupt.“

– Klett-Cotta

Das Kommunistische. Oder: Ein Gespenst kommt nicht zur Ruhe

Archivierter Termin: am 13.03 um 19:00 Uhr.

Lesung und Gespräch mit Michael Brie im Rahmen der Buchmesse Leipzig.
Reihe: westwärts – leipzig.liest.im.leipziger.westen
Genre: Politik, Fachbuch/Wissenschaft

das kommunistische
Michael Brie, Autor und Referent für Theorie und Geschichte des Sozialismus bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung liest aus seiner neusten, zusammen mit Lutz Brangsch veröffentlichten Publikation „Das Kommunistische : Oder: Ein Gespenst kommt nicht zur Ruhe“ und lädt anschließend zur Diskussion ein.

Kurzinfo zum Werk:
„Warum geht das kommunistische Gespenst immer noch um? Der Band liefert Antworten aus Geschichte und Gegenwart.
Bei der Frage, ob es eine rot-rot-grüne Alternative zum herrschenden System gibt bzw. »Was heute links ist?«, wird gern »das Kommunistische« als Gespenst an die Wand gemalt. Und in der Tat wirkt es für viele Menschen zunächst als Bedrohung individueller Freiheit, die im Namen des Kommunismus in der Sowjetunion und vielen ihrem Modell folgenden Ländern systematisch unterdrückt wurde. Aber da der real existierende Kapitalismus trotz aller Spielräume, die sich Individuen in ihm erobern konnten und können, die soziale Spaltung weltweit und auch in den vermeintlich zivilisierten Ländern erneut auf die Spitze treibt, kommt auch das Gespenst in ganz anderer Hinsicht nicht zur Ruhe.
Denn »das Kommunistische« war und ist auch die schärfste Kampfansage gegen jede Ordnung des Privateigentums. Es trägt in sich die Hoffnung, dass Gemeineigentum und freie gemeinschaftliche Arbeit zur Befreiung von Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und der Natur durch den Menschen beitragen können.
Deshalb muss die kommunistische Idee selbst auf den Prüfstand. Es muss zudem geprüft werden, welche historischen wie aktuellen Experimente, Ansätze und Initiativen, die als kommunistisch bezeichnet werden können, für die aktuellen Kämpfe tragfähig sind. Denn es geht um eine freie Gemeinschaftlichkeit der Gleichen – im Produzieren und Kommunizieren, im Austausch wie auch im Leben überhaupt. Deshalb darf die Auseinandersetzung weder den Staatssozialismus aussparen noch neue Bewegungen nach dessen Ende ignorieren.“
– VSA

Georg-Schwarz-Straße 19, 04177 Leipzig

Lesekreis Staat und Revolution

Archivierter Termin: am 19.02 um 17:00 Uhr.

Seit Mitte Oktober trifft sich das Leseprojekt „Staat und Revolution“ in der ADI, um der Frage nach dem Verhältnis linker, emanzipatorischer Menschen zum bürgerlichen Staat nachzugehen. Erster Anlaufpunkt des Leseprojekts ist Wladimir Iljitsch Lenins „Staat und Revolution“ von 1917. Im Text entwickelt Lenin die historisch stark beladenen Konzepte der „Diktatur des Proletariats“ und ihres „Absterbens“.

Im Anschluss an eine intensive Textlektüre will sich der Lesekreis verschiedenen marxistischen Kritiken der Leninschen Staatstheorie zuwenden. Darunter: Rosa Luxemburg, Antonio Gramsci, Eugen Paschukanis, Louis Althusser, Texte aus der Regulationstheorie, der poststrukturalistischen Tradition oder der Wertkritik.

DaF – Ein Offenes Treffen zum Austausch für (ehrenamtliche) SprachbegleiterInnen

Archivierter Termin: am 20.02 um 17:00 Uhr. Open Space

DaF – Ein Offenes Treffen zum Austausch über die Grundlagen, Übungsideen und Materialien für (ehrenamtliche) SprachbegleiterInnen für Deutsch als Fremdsprache.

Dieses Treffen richtet sich an alle Menschen, die am Gestalten von Fremdsprachenunterricht, speziell Deutsch als Zweit- und Fremdsprache interessiert sind und evtl. in offnen Kursen unterrichten wollen.

Bereits Unterrichtende tauschen sich über ihre Erfahrungen und die genutzten Materialien aus, neue TeilnehmerInnen können dazu kommen. Bitte meldet euch unterfolgender Mail an: DaF-Seminar@web.de.

In der Autodidaktischen Initiative fand jeden Montag ein Deutsch-Lern-Treff statt, der nun neue UnterstützerInnen sucht.

Diskussion mit Felix Ekardt und Christoph Görg

Archivierter Termin: am 05.02 um 19:00 Uhr. Veranstaltungsreihe zum "Anthropozän"

Felix Ekardt und Christoph Görg diskutieren mit uns über das Thema:

„Zeithorizont der Realpolitik vs. Zeitspanne des Anthropozäns“

Bieten realpolitische Strategien langfristig ein ausreichendes Steuerungsinstrument, um den klimatischen Herausforderungen zu begegnen? Ist Nachhaltigkeit im System politischer Periodizität überhaupt möglich? Christoph Görg und Felix Ekardt diskutieren über die Problematik kurzweiliger politischer Agenda angesichts der drastischen klimatischen Veränderungen. Der Politikwissenschaftler Christoph Görg forscht u.a. am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Er lehrt an der Uni Kassel über die Transformation gesellschaftlicher Naturverhältnisse und der Transformation von Staatlichkeit und neue Regulierungsformen. Der Jurist, Soziologe und Philosoph Felix Ekardt ist Gründer der „Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik“. Er setzt sich mit Fragen der Nachhaltigkeit, Klimapolitik und der politischen Steuerung in der Weltgesellschaft auseinander. Zudem ist er Professor an der Universität Rostock und Autor mehrerer Bücher zum Klimawandel.

Felix Ekardt, Politiker und Nachhaltigkeitsforscher
Christoph Görk, Leiter des Departments Umweltpolitik und Professor für politikwissenschaftliche Umweltforschung

Aktionstraining für politische Versammlungen

Archivierter Termin: am 06.02 um 17:00 Uhr. Open Space

Was nehme ich auf eine Demo mit? Wie blockiere ich sinnvoll? Welche
rechtlichen Konsequenzen kann das Teilnehmen an einer Demo oder Blockade
für mich haben? Wie kann ich mich effektiv und sicher organisieren?

Der wöchentliche Legida-Aufmarsch ist (vorerst) abgesagt, aber die
nächste rassistische Mobilisierung kommt bestimmt! Wenn viele Menschen
gut vorbereitet kommen, sind alle Versammlungsteilnehmer_innen besser
geschützt und können gemeinsam koordiniert handeln.

Wir wollen grundlegende Informationen zu Handlungsmöglichkeiten,
Sicherheitsaspekten und dem Bezugsgruppen-Konzept bei Demos mit euch
besprechen und weitergeben.

Anders als Gedacht – Gewaltfreie Kommunikation

Archivierter Termin: am 31.01 um 15:00 Uhr. Open Space

Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg
mit Philipp Baum

Warum wollen wir Konflikten so oft aus dem Weg gehen
und wie können wir mutiger werden?
Wie kann ich Kritik äußern, ohne andere Menschen zu verletzen?
Wie kann ich mit mir selber liebevoller umgehen?

Zu diesen und ähnlichen Fragen bietet die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) interessante Vorschläge und Methoden. Ich werde die theoretischen Grundlagen der Methode erklären, wir werden ein oder zwei praktische Übungen machen und am Ende über die vorgestellten Ideen diskutieren.

Mein Zugang zur GFK beruht vor allem auf einer nicht-verurteilenden Beobachtung der Gefühle und Gedanken in mir selbst.
Meine Meinung nach geht es bei GFK nicht darum:
anders zu reden, neue Vokabeln zu nutzen
immer nett und freundlich gegenüber allen Menschen zu sein
die Bedürfnisse der anderen über die eigenen zu stellen
das Entstehen von Konflikten zu verhindern

Ich habe durch die GFK gelernt:
· mir selbst liebevoll zuzuhören und besser zu verstehen was ich brauche
· aufzuhören mich selbst zu verurteilen
· ehrlicher zu anderen Menschen zu sein
· meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen
· mutiger Konflikte anzusprechen und auch zu lösen

Trotzdem bin ich was Kommunikation betrifft natürlich immer Lernender und freue mich auf den Austausch mit euch.

Studienkreis

Archivierter Termin: am 26.02 um 19:30 Uhr. Veranstaltungsreihe zum "Anthropozän"

Der Anthropozän-Studienkreis begleitet die Veranstaltungsreihe. Hier können Diskussionen vertieft und durch gemeinsame Lektüre ergänzt werden. Die Themen legen die TeilnehmerInnen jedes mal neu fest. Ihr könnt gerne vorbei kommen und mitmachen.

Politik des Anthropozäns – Politik für das Anthropozän

Archivierter Termin: am 05.03 um 19:00 Uhr. Veranstaltungsreihe zum "Anthropozän"

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe wollen wir uns ganz im Sinne kollektiver Autodidaktik über die vergangenen Vorträge, Diskussionen, Filme und Exkursionen unterhalten. Unser Gast am Donnerstag Dr. Andreas Broeckmann, Kunstwissenschaftler und Kurator aus Berlin und Lüneburg, hat als Thema dieses abschließenden Gesprächs die politische Dimension der „anthropozänen Illusion“ (Hörl) vorgeschlagen: welche ideologischen Vorannahmen schwingen in der Anthropozän-Debatte mit? Verändert sich im Anthropozän auch die politische und die gesellschaftliche Ordnung? Wie wird Macht verteilt? Was sind die ethischen Parameter, nach denen im Anthropozän Entscheidungen gefällt werden? Und egal ob man der Behauptung des Wandels zum Anthropozän folgt oder nicht: welche Konsequenzen ergeben sich aus der Diskursmacht des Themas?