Archiv der Kategorie: Veranstaltungsarchiv

Seminar: (Post)-Operaismus – Eine kämpferische Analyse für eine neue Praxis

Archivierter Termin: am 25.03 um 10:00 Uhr.
Ort: Meuterei, Zollschuppenstr. 1, Leipzig

mit Martin Birkner und Robert Foltin (Autoren des Theorie.org-Buches „(Post-)Operaismus“)

(Post-)Operaismus ist eine Theorie- und Praxisrichtung, welche eng mit der Autonomen Bewegung verwandt ist. Im Zentrum steht der Klassenkampf, der mit sich verändernden Klassenzusammenstetzung verbunden ist und poststrukturalistisch erweitert wird.
Die Theoriegeschichte des Operaismus und die Theorie des Postoperaismus wollen wir uns Martin Birkner und Robert Foltin näher bringen.
Dabei werden wir uns auch mit feministischer Kritik am Operaismus beschäftigen und die Politisierung der Care-Arbeit mit einbeziehen. Wir wollen Möglichkeiten der Weiterentwicklung des (Post-)Operaismus diskutieren, wodurch sich letztlich nicht nur eine andere Analyse als im reinen Marxismus oder Anarchismus ergibt, sondern vor allem Perspektiven für die Bewegungspraxis.

In zwei vorbereitenden Lesekreisen in der Autodidaktischen Initiative wollen wir die jeweiligen Texte disutieren, versucht sie vorher zu lesen, aber kommt auch wenn ihr das nicht schafft:

1. Donnerstag 16.März 19 Uhr
Philipp Metzger: Kampf für das Gemeinsame
Der (Post-)Operaismus als Interventionsstrategie für die radikale Linke
http://grundrisse.net/grundrisse48/kampf_fuer_das_Gemeinsame.htm

2. Donnerstag 23.März 19 Uhr.
Robert Foltin – Immaterielle Arbeit, Empire, Multitude, neue Begrifflichkeiten in der linken Diskussion. Zu Hardt/Negris “Empire”.
http://grundrisse.net/grundrisse02/2multitude.htm

Seminartag:
Wer noch nie etwas von (Post-)Operaismus gehört hat, stellen die beiden Texte oben eine grobe Einführung dar, oder die Aufnahme eines Einführungsvortrages von Robert Foltin: https://archive.org/details/ugkongress_20071207/ug_einfuehrung_postoperaismus_robert_foltin.ogg

Samstag den 25.März. 10-13.30 Uhr und 15-18 Uhr
Ort: Meuterei, Zollschuppenstr. 1, Leipzig


Literaturempfehlungen zur Vertiefung
Wir versuchen möglichst alle Texte zusammenzutragen und auf Anfrage per Mail zuzuschicken!
1.) Allgemein
– Robert Foltin: Immaterielle Arbeit, Empire, Multitude.

http://grundrisse.net/grundrisse02/2multitude.htm
– Mario Tronti: Lenin in England. In: Moroni / Balestrini: Goldene Horde, S. 86-93.

https://www.marxists.org/reference/subject/philosophy/works/it/tronti.htm

2.) Klassenzusammensetzung:
– Steve Wright: Klassenzusammensetzung. In Wright: Den Himmel stürmen. S: 88-95.
– Steve Wright: Krise der Klassenzusammensetzung. In Wright: Den Himmel stürmen. S: 144-154.

3.) Reproduktion und Care:
– Susanne Schultz: Gegen theoretische Strategien der Ganzheitlichkeit: Eine feministische Kritik an Empire. In: Pieper et.al: Biopolitik in der Debatte, S. 129-140.
– Silvia Federici: Die Reproduktion der Arbeitskraft im globalen Kapitalismus und die unvollendete feministische Revolution. In: Aufstand aus der Küche, S. 21-86.
– Care-Diskussion als teilweise Bestätigung von „Empire“:
Bettina Haidinger / Käthe Knittler: Care-Arbeit und Reproduktion, S. 108-125.
– Gabriele Winker: Soziale Reproduktion in der Krise – Care-Revolution als Perspektive.

http://www.linksnet.de/files/pdf/da314-winker.pdf

4.) Organisationsfrage
– Martin Birkner: Revolutionäre Subjekte und Organisation. S: 89-93.

http://www.grundrisse.net/grundrisse49/Revolutionaere_Subjekte.htm

Lesung: „Avi, bist du wach?“ (Leipzig liest)

Archivierter Termin: am 25.03 um 18:00 Uhr.

Im Rahmen von „westwärts – leipzig.liest.im.leipziger.westen“ stellt Saskia Thieme in der adi ihren Roman „Avi, bist du wach?“ vor:

Eine Liebesgeschichte, die keine ist: Ein Roman über Projektion und Vergangenheits’bewältigung‘

Ida ist Anfang Dreißig, erfolgreiche Geschichtsdidaktikerin in einem Verlag und hangelt sich privat seit Jahren von den unterschiedlichsten Beziehungskonzepten in die nächsten. Sie ist glücklich damit, findet ihre Geborgenheit bei ihrer Mitbewohnerin und genießt die Freiheit. Nichts scheint zu fehlen. Bis sie Avi trifft.

Der junge Israeli entspricht genau ihren Vorstellungen und sie verliebt sich Hals über Kopf. Doch Avi weigert sich stets in ihre Welt einzutauchen. Er vermeidet das Zusammentreffen mit ihren Freunden und hat kein Interesse daran, ihre Familie kennenzulernen. Wenn sie bei ihm ist, scheint alles wundervoll. Nachts weckt sie ihn oft, weil ihr Dinge einfallen, die sie mit ihm besprechen möchte. Auf diese Weise bleiben die meisten Nächte schlaflos und es entspinnen sich immer engere emotionale Welten zwischen den beiden, die nicht selten von lauten Diskussionen begleitet werden, aber nie nach außen treten. Sie schmieden Pläne und reisen über die Hohen Feiertage zu Avis Familie nach Haifa, wo Ida durch Zufall viel über ihre Familie herausfindet. Und bald auch über sich selbst…

Saskia Thieme:
geb. 1987 in Naumburg/Saale; im World Wide Web als sazzue bekannt. Lebt und liebt in Leipzig. Promoviert dort in der Literaturwissenschaft zur deutsch-jüdischen Exilliteratur. Studierte in Jena Geschichte, Pädagogik und Germanistik und arbeitete dann eine Zeit lang als Volontärin in Haifa, wo sie Frauenrechtsprojekte unterstützte und ihr Herz verlor. Schreibt primär Lyrik und kurze Prosa. Vergöttert Else Lasker-Schüler und Arnold Zweig.

Einladung zur Mitgliederversammlung am 18. Februar!

Archivierter Termin: am 18.02 um 13:00 Uhr.

Liebe Mitglieder und NutzerInnen der Autodidaktischen Initiative,

ihr seid herzlich zu unserer fünften ordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag, den 18.02.2017 um 13.00 Uhr eingeladen.
Sie findet in unseren Räumlichkeiten in der Georg-Schwarz-Straße 19 statt.

Die Mitgliederversammlung ist offen für alle Interessierten, auch für Nicht-Mitglieder. Es ist eine gute Gelegenheit einen Eindruck von der Vereinsarbeit zu bekommen und das nächste Jahr mitzugestalten. Es gibt auch die Möglichkeit vor Ort Mitglied des Vereins zu werden.

Einladung zur Mitgliederversammlung am 18. Februar! weiterlesen

Voll-Versammlung

Archivierter Termin: am 24.01 um 19:00 Uhr.

An alle NutzerInnen der adi und an alle Interessierten:

die Autodidaktische Initiative lebt durch ihre Nutzung durch euch!

Aber was spielt sich hinter den Kulissen ab?
Was würdet ihr gerne ändern?
Wo bräuchten wir dringend ein wenig Hilfe?
Welches Potential steckt noch ungenutzt in der adi?

Um solche und andere Fragen gemeinsam zu besprechen, laden wir alle Nutzerinnen und Nutzer, Lernende und sonstige Interessierte zur Voll-Versammlung am Dienstag den 24.1.2017 um 19 Uhr ein!

Die Bundeswehr in Mali – Vortrag

Archivierter Termin: am 26.01 um 19:00 Uhr.
Ort: Seminarraum S.102 Uni Leipzig

Die Bundeswehr ist mit 1.000 Soldaten im westafrikanischen Land Mali aktiv; gut die Hälfte davon im umkämpften Norden. Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung wird erläutern was die Bundeswehr dort tut, in welchem Kontext die Mission steht und was Frankreich damit zu tun hat.

Eine Kooperation zwischen der Autodidatischen Initiative und der Fachschaft Politikwissenschaft der Uni Leipzig.

Achtung: Externer Ort! Seminarraum S.102  Uni Leipzig

 

Praxis-Workshop (6-8 Menschen): Der Fotoautomat

Archivierter Termin: am 22.01 um 12:00 Uhr.

Es geht darum mit den Methoden aus dem Theater der Unterdrückten eine foto-grafische Untersuchung anzustellen. Eine Alltagsgeschichte wird nach selbstgeschriebenem Skript in 4 Selbstporträts erzählt. Die selbst-entwickelte Praxis knüpft an Freeze-Techniken aus dem Formtheater an.

Bitte anmelden unter: xycat@riseup.net
Bitte mitbringen: warme Socken, bequeme Kleidung & etwas fürs gemeinsame Mittagessen

Der Workshop fängt an um 12:00 Uhr und dauert bis 18:00 Uhr.

Praxis-Workshop: Augusto Boal – Der Regenbogen der Wünsche

Archivierter Termin: am 21.01 um 12:00 Uhr.

Was Freire mit verinnerlichter Unterdrückung (internalizedoppression) be-schreibt, macht Augusto Boal mit dem Regenbogen der Wünsche produktiv. Spu-ren von Unterdrückung in unseren eigenen Lebensverhältnissen werden in Spielen und Übungen sichtbar gemacht. Selbstbetrachtung, Dialog und Grup-penprozess wechseln sich ab.

Bitte anmelden unter: xycat@riseup.net. Bitte mitbringen: warme Socken, bequeme Kleidung & etwas fürs gemeinsame Mittagessen

Der Workshop fängt an um 12:00 Uhr und dauert bis 18:00 Uhr.

Theorie-Input: Paulo Freire – Pädagogik der Unterdrückten

Archivierter Termin: am 20.01 um 19:00 Uhr.

Das 1970 erschienene Hauptwerk des brasilianischen Autors und Pädagogen Paulo Freire wird&wurde weltweit gelesen und inspirierte Praktiker, wie den Theatermacher Augusto Boal zur Entwicklung des Theater der Unterdrückten. Es wird ein Einblick gegeben in Freire´s allgemeine Analyse von Unterdrückung und seine Theorien zur Überwindung dieser. In Bezug auf Bildung wird seine Kritik am und Alternativen zum vorherrschenden Bildungssystem vorgestellt.

Kritische Bestandsaufnahme der Wohnungsmarktsituation mit Dirk Feiertag

Archivierter Termin: am 23.01 um 18:00 Uhr.

Hallo Leute,
wer sich einen konkreten Einblick in die Wohnungsmarktsituation in Leipzig wünscht, für den ist dieser Vortrag genau das Richtige. Speziell die Wohnungssituation für uns Hartzer*innen und Geflüchtete steht im Fokus des berühmten Sozialrechtsanwalt Dirk Feiertag hier aus Leipzig. Institutionen wie der LWB, den städtische Behörden oder Eigentümervereinen wie z. B. dem „Haus und Grund e.V.“  einmal präzise auf die Finger zu schauen, hat sich unser Dirk zur Aufgabe gemacht. Darüber hinaus wird es um mögliche Wege der Einflussnahme gehen. Selbstverständlich wird zwar alles an konkreten Beispielen illustriert werden. Kapitalversteher*innen und Abstraktiker*innen sind dennoch herzlich willkommen geheißene Gäste.
Wer also die Fruchtblase der eigenen Bedürfnisse einmal verlassen möchte, um in die hinteren Abgründe unserer Stadt zu blicken, möge herbei eilen.

Workshop: Wie kann Fotografie politisch sein? (06. – 08.01.)

Archivierter Termin: am 06.01 um 16:00 Uhr.

Ein Workshop zum Verhältnis von Fotografie, Empathie und Emanzipation

ACHTUNG, Termin wegen Krankheit verschoben!

Freitag, 27.01. bis Sonntag 29.01.2017

Freitag, 06.01. bis Sonntag 08.01.2017

Die Plätze sind begrenzt, also meldet euch bitte an!

Programm und Anmeldung unter http://sharing-unofficial-pictures.net/

Wie kann Fotografie politisch sein? Für wen? Gegen wen? Was heißt eigentlich politisch? Kann ein Bild die Welt verändern? Muss es das überhaupt? Und was heißt eigentlich Welt? Worum geht es dabei? Wer fotografiert wen? Und warum? brauchen wir das überhaupt? Na klar! echt? warum? Ist die Welt gerade nicht verdammt unnötig ungerecht? War sie schon mal gerechter? Ist das wichtig? Was ist gerecht? Geht es uns um die gerechte Verteilung von Macht im Sinne von Macht-etwas-zu-tun und die Abschaffung von Macht-über-andere? Was hat das mit Fotografie zutun? Alles? Immer? Reproduziert Fotografie nicht voll oft Machtverhältnisse? Wie sehr bestimmen uns die Bilder die überall um uns herum hängen und uns anderwo und überall begegnen? Darf ich nicht auch einfach mal knipsen? Ohne dich vorher zu fragen? Was macht das mit uns? Können wir sagen wenn wir das nicht wollen? wie groß darf ein objektiv sein? Wer ist wir? Und was ist objektiv? werden wir in fotos zu objekten? ist das ok? für wen? wann? müssen wir da was ändern? ist das eine rhetorische frage? ja. dann frag doch lieber: können wir da was ändern? Hältst du dich aus dem Geschehen raus wenn du fotografierst? Kann ich das denn? Geht das überhaupt? Soll ich eine Fliege an der Wand werden? Wie entscheidet eine Fliege wo sie sich hinsetzt? Werden nicht auch Fliegen erschlagen? Wie alt werden Fliegen? Hä? Werden nicht auch Fotograf*innen erschlagen? Wo? Warum? Leben und Tod – Sinn und Unsinn oder wie? Repression von außen oder im eigenen Kopf? Was haben wir denn zu befürchten? Weil das Leben eh tödlich endet? Dann können wir ja noch ein paar Fotos vorher machen? Warum in Floskeln abschweifen? ok. Repression von wem? Gegen wen? Für wen? Was hat das mit unseren Bildern zutun? Was sind das „unsere Bilder“? Warum fotografieren wir denn so viel im Privaten? Warum nicht? Warum fotografieren wir nicht Arbeitsbedingungen? Knast? Schule? Militär? Presse? Pressekonferenzen? Stadträte? Meinetwegen auch Familie? Und Blumen? Und Bäume?
Gartenzwerge? Nackte Körper? Ist die Frage: „wen interssierts?“ noch relevant? Wen interessiert es wann? Warum? Gehen wir davon aus dass es kein Gesellschaft mehr gibt, sondern nur Familien? Lösen wir „die“ Familie auf wenn wir Arbeitsbedingungen fotografieren? Was hat das mit mir zu tun? Gibt es nicht schon viel zu viele Bilder? Sollten wir nicht erstmal die die es schon gibt zerschneiden und neu zusammensetzen bevor wir neue fotografieren? Zeigen meine Bilder irgendwas anders als die Fotos die es schon gibt? Warum müssen wir immer alles in Frage stellen? Weil wir es können? Haben wir auch Antworten? Wollen wir mal welche finden? Ist das wichtig? Haben wir das nicht schon mal gefragt?

Die Plätze sind begrenzt, also meldet euch bitte an!

Programm und Anmeldung unter http://sharing-unofficial-pictures.net/