Alle Beiträge von Vitali

Lesung „Liebe und Spiel“

Archivierter Termin: am 24.03 um 18:00 Uhr.

Lesung des Debütromans „Liebe und Spiel“ von Florian Sylvester.

Die Geschichte wird von den Protagonisten mittels Tagebucheinträgen, Memoiren und Briefen selbst erzählt. Wir tauchen ein in ihre Gedanken- und Gefühlswelten.

Was kann gesagt sein?
Beginnen wir bei Lynn. Ihr obsessives Planen bringt sie bereits an den Rande der Verzweiflung. Schließlich trifft sie Karl, jene Unbekannte ihres Lebens, die imstande ist, ihren Kosmos noch mehr durcheinander zu bringen. Wir dürfen gespannt sein, was aus ihr wird, trägt sie doch so lebensvolle, spielerische Züge in sich, die es sogar in den Titel geschafft haben.

Bertrand wird Lynn sicherlich das ein oder andere Mal beigestanden haben, wenngleich sich sein Augenmerk nie in ihr verloren hatte. Nein, ihn plagte die Liebe aus der Kinderzeit, die, gehalten durch eine äußere Freundschaft, sich im Jugendalter etablierte, zur Gewohnheit wurde, ihn nicht losließ, trotzdem er es zustande brachte, sich anderweitig zu verlieben. Und hier können wir – ganz keck – einmal über den Klappentext hinausgehend, zwei weitere Namen erwähnen, hinter welchen sich die Personen verbergen, die Bertrand liebte: Isabella und Salomé, wobei erstere mit ihrem Frederick zu heiraten gedenkt.

Und zuletzt Karl – halten wir uns an die Struktur des Klappentextes –, jener etwas zerstreute und denkerische Mensch, der noch an seiner Lisa hängt, obwohl sie nicht die seinige mehr ist. Nun, wer kennt es nicht, dass etwas Großes zu einem Ende gekommen ist, doch die Gefühle noch da sind. Jener mächtige affektive Rest, der langsam abgebaut gehört und von dem wir gar nicht wissen, ob wir ihn abbauen wollen. Was kann jemand wie Lynn hierbei bewirken?

Aber lesen Sie selbst, und vergessen Sie nicht, die im Prolog aufgeworfene Frage im Kopfe zu behalten, wen das Leben nicht weiter halten kann …

Einladung zur Mitgliederversammlung am 18. Februar!

Archivierter Termin: am 18.02 um 13:00 Uhr.

Liebe Mitglieder und NutzerInnen der Autodidaktischen Initiative,

ihr seid herzlich zu unserer fünften ordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag, den 18.02.2017 um 13.00 Uhr eingeladen.
Sie findet in unseren Räumlichkeiten in der Georg-Schwarz-Straße 19 statt.

Die Mitgliederversammlung ist offen für alle Interessierten, auch für Nicht-Mitglieder. Es ist eine gute Gelegenheit einen Eindruck von der Vereinsarbeit zu bekommen und das nächste Jahr mitzugestalten. Es gibt auch die Möglichkeit vor Ort Mitglied des Vereins zu werden.

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Praxis-Workshop (6-8 Menschen): Der Fotoautomat

Archivierter Termin: am 22.01 um 12:00 Uhr.

Es geht darum mit den Methoden aus dem Theater der Unterdrückten eine foto-grafische Untersuchung anzustellen. Eine Alltagsgeschichte wird nach selbstgeschriebenem Skript in 4 Selbstporträts erzählt. Die selbst-entwickelte Praxis knüpft an Freeze-Techniken aus dem Formtheater an.

Bitte anmelden unter: xycat@riseup.net
Bitte mitbringen: warme Socken, bequeme Kleidung & etwas fürs gemeinsame Mittagessen

Der Workshop fängt an um 12:00 Uhr und dauert bis 18:00 Uhr.

Praxis-Workshop: Augusto Boal – Der Regenbogen der Wünsche

Archivierter Termin: am 21.01 um 12:00 Uhr.

Was Freire mit verinnerlichter Unterdrückung (internalizedoppression) be-schreibt, macht Augusto Boal mit dem Regenbogen der Wünsche produktiv. Spu-ren von Unterdrückung in unseren eigenen Lebensverhältnissen werden in Spielen und Übungen sichtbar gemacht. Selbstbetrachtung, Dialog und Grup-penprozess wechseln sich ab.

Bitte anmelden unter: xycat@riseup.net. Bitte mitbringen: warme Socken, bequeme Kleidung & etwas fürs gemeinsame Mittagessen

Der Workshop fängt an um 12:00 Uhr und dauert bis 18:00 Uhr.

Theorie-Input: Paulo Freire – Pädagogik der Unterdrückten

Archivierter Termin: am 20.01 um 19:00 Uhr.

Das 1970 erschienene Hauptwerk des brasilianischen Autors und Pädagogen Paulo Freire wird&wurde weltweit gelesen und inspirierte Praktiker, wie den Theatermacher Augusto Boal zur Entwicklung des Theater der Unterdrückten. Es wird ein Einblick gegeben in Freire´s allgemeine Analyse von Unterdrückung und seine Theorien zur Überwindung dieser. In Bezug auf Bildung wird seine Kritik am und Alternativen zum vorherrschenden Bildungssystem vorgestellt.

Workshop: Wie kann Fotografie politisch sein? (06. – 08.01.)

Archivierter Termin: am 06.01 um 16:00 Uhr.

Ein Workshop zum Verhältnis von Fotografie, Empathie und Emanzipation

ACHTUNG, Termin wegen Krankheit verschoben!

Freitag, 27.01. bis Sonntag 29.01.2017

Freitag, 06.01. bis Sonntag 08.01.2017

Die Plätze sind begrenzt, also meldet euch bitte an!

Programm und Anmeldung unter http://sharing-unofficial-pictures.net/

Wie kann Fotografie politisch sein? Für wen? Gegen wen? Was heißt eigentlich politisch? Kann ein Bild die Welt verändern? Muss es das überhaupt? Und was heißt eigentlich Welt? Worum geht es dabei? Wer fotografiert wen? Und warum? brauchen wir das überhaupt? Na klar! echt? warum? Ist die Welt gerade nicht verdammt unnötig ungerecht? War sie schon mal gerechter? Ist das wichtig? Was ist gerecht? Geht es uns um die gerechte Verteilung von Macht im Sinne von Macht-etwas-zu-tun und die Abschaffung von Macht-über-andere? Was hat das mit Fotografie zutun? Alles? Immer? Reproduziert Fotografie nicht voll oft Machtverhältnisse? Wie sehr bestimmen uns die Bilder die überall um uns herum hängen und uns anderwo und überall begegnen? Darf ich nicht auch einfach mal knipsen? Ohne dich vorher zu fragen? Was macht das mit uns? Können wir sagen wenn wir das nicht wollen? wie groß darf ein objektiv sein? Wer ist wir? Und was ist objektiv? werden wir in fotos zu objekten? ist das ok? für wen? wann? müssen wir da was ändern? ist das eine rhetorische frage? ja. dann frag doch lieber: können wir da was ändern? Hältst du dich aus dem Geschehen raus wenn du fotografierst? Kann ich das denn? Geht das überhaupt? Soll ich eine Fliege an der Wand werden? Wie entscheidet eine Fliege wo sie sich hinsetzt? Werden nicht auch Fliegen erschlagen? Wie alt werden Fliegen? Hä? Werden nicht auch Fotograf*innen erschlagen? Wo? Warum? Leben und Tod – Sinn und Unsinn oder wie? Repression von außen oder im eigenen Kopf? Was haben wir denn zu befürchten? Weil das Leben eh tödlich endet? Dann können wir ja noch ein paar Fotos vorher machen? Warum in Floskeln abschweifen? ok. Repression von wem? Gegen wen? Für wen? Was hat das mit unseren Bildern zutun? Was sind das „unsere Bilder“? Warum fotografieren wir denn so viel im Privaten? Warum nicht? Warum fotografieren wir nicht Arbeitsbedingungen? Knast? Schule? Militär? Presse? Pressekonferenzen? Stadträte? Meinetwegen auch Familie? Und Blumen? Und Bäume?
Gartenzwerge? Nackte Körper? Ist die Frage: „wen interssierts?“ noch relevant? Wen interessiert es wann? Warum? Gehen wir davon aus dass es kein Gesellschaft mehr gibt, sondern nur Familien? Lösen wir „die“ Familie auf wenn wir Arbeitsbedingungen fotografieren? Was hat das mit mir zu tun? Gibt es nicht schon viel zu viele Bilder? Sollten wir nicht erstmal die die es schon gibt zerschneiden und neu zusammensetzen bevor wir neue fotografieren? Zeigen meine Bilder irgendwas anders als die Fotos die es schon gibt? Warum müssen wir immer alles in Frage stellen? Weil wir es können? Haben wir auch Antworten? Wollen wir mal welche finden? Ist das wichtig? Haben wir das nicht schon mal gefragt?

Die Plätze sind begrenzt, also meldet euch bitte an!

Programm und Anmeldung unter http://sharing-unofficial-pictures.net/

Lesekreis-Abschluss: Wege aus dem Kapitalismus

Archivierter Termin: am 02.09 um 14:00 Uhr.

Im Lesekreis zu „Pfade in Utopia – raus aus dem Kapitalismus“ haben wir gemeinsam das gleichnamige Buch von Martin Buber „Pfade in Utopia“ gelesen und diskutiert. Die Schrift verbindet Kibbuz-Erfahrung, Philosophie und Anarchie.
Am 02.09. wollen wir dazu eine Abschlussdiskussion führen, zu der wir Interessierte gerne einladen.

Seminar: Geld macht Beziehung

Archivierter Termin: am 05.06 um 10:00 Uhr.

Über den Zusammenhang von Geld und Beziehungen in den Arbeitsfeldern Bildung, Erziehung und Soziales

Über die letzten Jahre gibt es eine zurecht breit geführte Diskussion zu tariflichen Eingruppierungen im Sozial- und Erziehungsdienst. Dabei geht es hauptsächlich um Quantität: die Forderung nach besserer Bezahlung in den Arbeitsfeldern Bildung, Erziehung, Soziales.

Allerdings wird der Zusammenhang zwischen Geld und Beziehungen im Alltag von Menschen selten vertiefend hinterfragt. Dies ist das Anliegen in unserem Tagesseminar.

Den Hintergrund bilden dabei die Grundannahmen:

  • Arbeit in Bildung, Erziehung, Sozialem ist zuerst und vor allem Beziehungsarbeit.
  • Diese Arbeit ist durch Geld vermittelt.
  • Geld beeinflußt Beziehungen.

Ausgehend von diesen Grundannahmen kommt man in Diskussionen stets auf eine Anzahl von Themenkomplexen zu sprechen, z. B.:

  • Professionalisierung und Institutionalisierung
  • Zwischenmenschlichkeit und Arbeitswelt
  • Selbstwert und Anerkennung
  • Tarifstruktur und Lohngerechtigkeit
  • Leistungsideologie, Arbeitsverdichtung, Kontrollfetisch
  • Gebrauchswertversprechen, Tauschwertrealisierung,
  • Gebrauchswertverausgabung
  • Solidarität und Selbstdistanzierung
  • Dienstleistungsmentalität und Kundenorientierung
  • Qualitätsstandards und Fachlichkeit
  • Verhandlungskultur und/oder Behandlungsplan

Erfahrungsgemäß entwickeln sich Diskussionen je nach Gruppenzusammensetzung entlang unterschiedlicher Aspekte dieser Themenkomplexe. Das Konzept für unser Tagesseminar sieht eine Orientierung an den Interessen der TeilnehmerInnen vor. Die Veranstaltung ist ergebnisoffen konzipiert. Über eine Strukturierung und Verdichtung der von den TeilnehmerInnen eingebrachten Aspekte kristallisieren sich Schwerpunkte heraus, die dann gemeinsam aufgegriffen werden. So wollen wir einen Zugang zu Fragestellungen gewinnen, die uns selber betreffen.

Das Seminar ist kostenfrei

Um Spende nach Selbsteinschätzung wird gebeten,

sowie die verbindliche Anmeldung unter:  info@adi-leipzig.net

Da das Seminar bis 18 Uhr geht müssten sich die Teilnehmenden um ihre Verpflegung selbst kümmern, deswegen bringt mit was noch im Kühlschrank ist und wir schmeißen zusammen und kochen was Leckeres daraus!