Kategorie: Veranstaltung

  • Rundgang Leipziger Meuten 30. August

    Dieser Stadtrundgang führt uns an Orte, an denen junge Menschen den Mut hatten, sich dem nationalsozialistischen Regime entgegenzustellen. Gemeinsam begeben wir uns an verschiedene Orte im Leipziger Westen an denen die „Meute Reeperbahn“ lebte und Widerstand leistete.
    Er bietet Raum für Austausch, Fragen und gemeinsames Nachdenken über Widerstand damals und Zivilcourage heute.
    Die Tour findet am Sonntag, 30.08. statt, Startpunkt ist um 12 Uhr die Autodidaktischen Initiative (Georg Schwarz Straße 19). Endpunkt wird der Lindenauer Markt sein.
    Bei Fragen wendet Euch gern im Vorfeld an uns: info (at) adi-leipzig.net

    Dieses Projekt wird finanziert aus Mitteln des Stadtbezirksbudgets Leipzig West. Eintritt frei!

  • Soli Frise

    english below

    hey!

    hier kommen die nächsten Sonntags-Termine an denen ihr zum Haare schneiden vorbei kommen könnt:

    12.07.

    19.07.  — immer von 12:00 – 16:00 Uhr

    Vom 21.06. – 10.07. bin ich nicht da.

    Aufgrund sehr hoher Nachfrage gibt es jetzt ein Anmeldesystem. Ich sehe ein, dass es nötig ist. Es kommen sonst viel mehr Menschen, als ich Haare schneiden kann. So müsst ihr nicht umsonst kommen.

    Anmelden könnt ihr euch hier:

    https://nuudle.digitalcourage.de/Psj47P8ELWw4mP81

    Aus gegebenem Anlass noch ein paar Infos:

    Bitte schreibt mir keine privaten Nachrichten! Ich habe keine Kapazitäten sie zu beantworten. 

    Das ist ein Angebot auf Solidaritätsprinzip. Ich mache damit keinen Profit, ich mache das in meiner Freizeit, ich mache es nicht professionell. Wer einen professionellen Haarschnitt erwartet sollte zu einem:einer Friseur:in gehen. Da bezahlt mensch mehr, aber das hat auch Gründe. Das ist nämlich ein Handwerk das man in einer langen Ausbildung lehrnt. Ich habe diese Ausbildung nicht und kann nicht bieten was ein Friseur:in macht. Ich verlange aber entsprechend auch keinen solchen Preis. Außerdem funktionieren Friseursalons nach kapitalistischer Logik (es wird auch Profit geschöpft), das Angebot hier nicht.

    Hey!

    FAQ’s:

    * Ja ich mache tendentiell jeden Haarschnitt, an jedem Kopf. Egal was du für eine Frisur, gender, Alter etc du hast. 

    * Ich habe keine Erfahrung mit Locken. Das fällt mir dann schwer, ich probiere es trotzdem.

    * Es gibt keine Spendenempfehlung. Versucht einzuschätzen, wie euer Zugang zu Geld/Jobs ist. 

    * Nein, es gibt keine Geld-Zurück-Garantie! Das Risiko, dass der Haarschnitt nicht perfekt wird besteht immer. Ich gebe mein bestes, aber ich mache Fehler.

    * Nein ich mache keine extra Termine außerhalb dieser Zeiten aus.

    PS: Perspektivisch wird es das Angebot vermutlich seltener geben (vllt nur 1x im Monat). Ich schaffe es nicht jeden Sonntag, das ist nämlich auch anstrengend. Die Nachfrage ist groß und das ist schön, zeigt aber auch, dass es mehr solcher Angebote braucht.

    Here are the upcoming Sunday dates when you can stop by for a haircut:

        July 12

        July 19  — always from 12:00 PM to 4:00 PM

    I won’t be there from June 21 to July 10.

    Due to very high demand, I’ve now set up a registration system. I realize it’s necessary. Otherwise, way more people show up than I can cut hair for. This way, you won’t have to come for nothing.

    You can sign up here:

    https://nuudle.digitalcourage.de/Psj47P8ELWw4mP81

    Given the circumstances, here’s some additional information: Please don’t send me private messages! I don’t have the capacity to respond to them. 

    This is an offer based on the principle of solidarity. I’m not making a profit from this; I’m doing it in my free time, and I’m not doing it professionally. Anyone expecting a professional haircut should go to a hairdresser. You pay more there, but there are reasons for that. It’s a craft that requires extensive training. I haven’t undergone that training and can’t offer what a professional hairdresser does. But I also don’t charge that kind of price. Furthermore, hair salons operate according to capitalist logic (they generate profit), whereas this offer does not.

    FAQs:

    * Yes, I’m generally willing to cut any hair, on any head. No matter what hairstyle, gender, age, etc. you have. 

    * I have no experience with curly hair. That’s difficult for me, but I’ll give it a try anyway.

    * There is no suggested donation amount. Please try to assess your own financial situation and access to income. 

    * No, there is no money-back guarantee! There’s always a risk that the haircut won’t turn out perfectly. I do my best, but I make mistakes.

    * No, I don’t schedule any extra appointments outside of these times.

    P.S.: In the future, this offer will likely be available less frequently (maybe only once a month). I can’t do it every Sunday—it’s actually pretty exhausting.

    Demand is high, which is great, but it also shows that we need more offers like this.

  • antifascist Local History Walking tour

    Sunday, June 7th, 11 am

    In Leipzig, several groups of young persons, the so-called ‘Meuten (‘packs’ or ‘hordes’) made their appearance in the year of 1937, who dressed uniformly in the style of the former Bündische Jugend and gathered on certain streets or squares. […] The boys of the Meute were shouting around in the streets, harassed passers-by — especially the HJ (Hitler Youth) — rode wildly through the streets in groups on bicycles, and displayed an indecent behaviour toward the girls. […] The Meute, together with other Meuten existing in Leipzig, regarded itself as a youth movement standing in opposition to the HJ. […] Boys and girls were discouraged from doing their HJ service; the slogan was spread that they should not take anything from the HJ. In contrast to the HJ, they were advocating for free and unrestricted gatherings and excursionsinvolving girls.”

    – from an indictement of the Leipzig district attorney against several members of the “Meuten”, 1940

    (»In Leipzig traten im Jahre 1937 mehrere Gruppen jugendlicher Personen, die sogen. »Meuten«, in Erscheinung, die sich nach Art der früheren bündischen Jugend einheitlich kleideten und auf bestimmten Straßen oder Plätzen zusammenkamen. […] Die Jungen der Meute schrien auf der Straße herum, belästigten Passanten, insbesondere die HJ, fuhren zu mehreren mit dem Fahrrad wild durch die Straßen und legten bei ihrem Verhalten gegenüber den Mädchen ein unsittliches Gebaren an den Tag.[…] Die Meute fühlte sich zusammen mit anderen in Leipzig bestehenden Meuten als eine im Gegensatz zur HJ stehende Jugendbewegung. […] Jungen und Mädchen wurden vom HJ-Dienst abgehalten, es wurde die Parole ausgegeben, sich von der HJ nichts gefallen zu lassen. Im Gegensatz zur HJ wurde für ein freies und ungebundenes Zusammenkommen und Fahrtenleben mit Mädchen eingetreten.«)

    Between the years of 1936 and 1938 the groups called “Meuten” by their detractors crystallised from all kinds of former youth-groups that were regarded with suspicion by the new Nazi-regime. They were mainly made up of blue collar teenagers and young adults who did not like the increasingly restrictive and dull life under the regime, a scene rather than an organization. The increasing societal pressure, and the bullying by HJ-members, made them much more political and willing to physically defend themselves, later many of them also engaged in acts of protest and sabotage. For a while, they were numerous and determined enough to keep Nazis and local police off their streets and create a small free space for themselves. Around 1938, most members were arrested during a massive crack-down by the Gestapo, sent to prison or to youth re-education camps, many later to the front, others could flee or join other resistance movements. Since the “Meuten” left none of their own writing, and did not really fit either German state’s image of what a resistance fighter should be like, they were largely forgotten after the war, and only in recent decades rediscovered by local historians and hobbyists.

    The guided tour will take us to several places in Lindenau that were important to the local “Meute Reeperbahn”, and highlight key events and the fates of several individuals.

    The tour will be in English. It should take about one and a half to two hours of slow walking with several stops. The entire route is on even ground and should be accessible for wheelchair-users. 

    We will meet June 7th, at 11 am in front of the ADI, Georg-Schwarz-Strasse 19, a prior registration is not necessary. 

    This project is funded by the Stadtbezirksbeirat Leipzig-Altwest budget granted by the City of Leipzig.

  • Kieztour Leipziger Meuten

    Dieser Stadtrundgang führt uns an Orte, an denen junge Menschen den Mut hatten, sich dem nationalsozialistischen Regime entgegenzustellen. Gemeinsam begeben wir uns an verschiedene Orte im Leipziger Westen an denen die „Meute Reeperbahn“ lebte und Widerstand leistete.
    Er bietet Raum für Austausch, Fragen und gemeinsames Nachdenken über Widerstand damals und Zivilcourage heute.
    Die Tour findet am 10.05. statt, Startpunkt ist um 11 Uhr die Autodidaktischen Initiative (Georg Schwarz Straße 19). Endpunkt wird der Lindenauer Markt sein.
    Bei Fragen wendet Euch gern im Vorfeld an uns: info (at) adi-leipzig.net

    Das Projekt wird finanziert aus Mitteln des Stadtbezirksbudgets der Stadt Leipzig.

  • Leipziger Meuten – Kieztour

    Dieser Stadtrundgang führt uns an Orte, an denen Menschen den Mut hatten, sich dem nationalsozialistischen Regime entgegenzustellen. Gemeinsam begeben wir uns an Orte im Leipziger Westen in dem der Widerstand gegen das Nazi-Regime lebte: in der Opposition, auf der Straße und im Alltag.

    Er bietet Raum für Austausch, Fragen und gemeinsames Nachdenken über Widerstand damals und Zivilcourage heute.

    Die Tour beginnt am 19. April an der Autodidaktischen Initiative um 11 Uhr. Für eine Übersetzung ins Englische und mögliche Barrieren schreibt bitte vorab eine Mail an info (at) adi-leipzig.net

    Das Projekt wird finanziert aus Mitteln des Stadtbezirksbudgets der Stadt Leipzig.

  • Lesung „Bis die Sterne zittern“

    Lesung und Gespräch mit dem Leipziger Autoren Johannes Herwig

    Die »Leipziger Meuten«, oppositionelle Jugendcliquen ähnlich den »Edelweißpiraten«, haben Johannes Herwig zu seinem Debütroman inspiriert. Kraftvoll, mitreißend und emotional erzählt Herwig vom Erwachsenwerden in der Nazi-Diktatur.

    Die Fragen, die er dabei stellt, sind heute so aktuell wie damals: Mitmachen, sich still anpassen oder Kontra geben?

    Einlass und Küfa: 19 Uhr. Beginn der Lesung 20 Uhr.

    Eintritt frei, Futter gegen Spende!

    Dieses Projekt wird mit Mitteln des Stadtbezirksbeirats der Stadt Leipzig finanziert.

  • Ende Gelände – Küfa

    Am Freitag den 06.03.2026 um 19Uhr veranstaltet ‚Ende Gelände – Leipzig‘ ihre Küfa in der ADI. Ab 19.30 Uhr wird ein Vortrag gezeigt, in dem es um eine Aktion im Ruhrgebiet Ende Mai geht.

    Infos zu Barrieren: Die Adi ist leider nur teilweise ebenerdig. Es gibt eine Treppe in die Küche und eine zur Toilette. Die Eingangstür ist recht eng. Falls ihr genauere Infos braucht, schreibt uns gerne.

    On Friday the 6th March ‚Ende Gelände – Leipzig‘ organizes a Kitchen-For-All event in the rooms of ADI. The Küfa will start around 19.00, at 19.30 there will be a talk about a planed action in May. So bring all your friends. See you there!


    Info about barriers: Unfortunately, the Adi is only partially at ground level. There is a staircase to the kitchen and one to the toilet. The entrance door is quite narrow. If you need more detailed information, please write to us.

    Diese Maßnahme wird finanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

  • Hackbar im September

    Die nächste Hackbar findet am 20.09.26 ab 16.00 in der ADI Georg-Schwartz-Str.19 statt!

    Die Hackbar ist ein offener Raum den wir (eine kleine Gruppe von Leuten mit unterschiedlichen Skills) seit 2021 in wechselnden Räumen und nun in der ADI Sonntags 16.00 in losen Abständen von ca. 6-8 Wochen veranstalten. Kommt vorbei mit euren Hard- und Softwareproblemen, wenn ihr eure Daten und Kommunikation verschlüsseln oder eure Handys googlefrei machen wollt, wenn ihr Programmier-Skills teilen, Computer-Musik und -Kunst entwickeln, diskutieren oder einfach nur mit uns abhängen, Mate trinken, Pizza essen wollt. Wir freuen uns auf euch.

    Kommt vorbei wenn ihr technische Probleme habt oder lösen wollt, wenn ihr nerdigen Austausch sucht oder einfach ein wenig mit uns abhängen wollt!

  • Küfa-brunch

    01.02. | 11.00 – 14.00 Uhr | Küfa-Brunch
    Wir wollen mit euch in der adi brunchen und euch die adi vorstellen! Wir haben Lust auf Waffeln und andere vegane Leckerein 🧇 Kommt gerne vorbei, wir freuen uns auf euch 😊

    Diese Maßnahme wird finanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

  • Anarchie, Normalität und Neurodivergenz

    Input und Diskussion

    Das Thema Neurodivergenz erhält seit einigen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit. Viele begrüßen die Bewusstwerdung darüber als emanzipatorische Chance. Möglicherweise kann von einem neurodivergenten Erwachen gesprochen werden. Andererseits regen sich starke Abwehrreflexe dagegen und es wird versucht, neurodivergente Personen kapitalistisch verwertbar zu machen.

    In Anschluss an Robert Chapmans Buch „Empire of Normality“ (2023) schauen wir uns an, wie Normalität historisch hergestellt wurde, wie Neurodivergenz gesellschaftlich verhandelt wird und welche Schnittpunkte es zwischen dieser und Anarchismus gibt. Weitergehend mit Jodies Hares Buch „Autismus ist keine Krankheit“ (2025) gehen wir auf eine sensible, emanzipatorische Perspektive auf die Neurodivergenz-Bewegung ein. ✨

    Anschließend wollen wir gemeinsam ins Gespräch über die Verbindung von Neurodivergenz und Anarchie kommen.