Aktuelle Termine

Das offene Lernwohnzimmer: bietet Raum zum Lesen, Recherchieren oder Arbeiten.

Regelmäßige Öffnungszeiten: Di- Fr jeweils 11 – 17 Uhr

Hinweis: Bei wöchentlichen Terminen wird in der Übersicht nur der nächste Termin angezeigt!

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AG Feminismus

Bei uns taucht in letzter Zeit immer häufiger der Wunsch auf, sich eingehender mit feministischen Themen zu beschäftigen. Deshalb gründet sich eine AG Feminismus. Wir wollen dazu alle Interessierten einladen, am 30. März um 19 Uhr in die adi zu kommen und bei einem ersten einführenden Treffen teilzunehmen. Hier wollen wir einander kennenzulernen, zu klären, was uns alle interessiert und wie wir die AG aufbauen wollen.

Alle persönlichen Geschichten, Gefühle, Gedanken, die während der Diskussion geteilt werden, bleiben in der Gruppe und sollen auch im Anschluss vertraulich behandelt werden.

Das Treffen findet auf Englisch statt, die Simultanübersetzung ins Deutsch wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt.

Fühlt euch herzlich eingeladen!

Wir verstehen Feminismus als eine Bewegung für die Befreiung, Solidarität und Selbstorganisation gegen das Patriarchat und sexistische Verhaltensweisen. Wir beobachten, wie das Patriarchat auf allen Ebenen wirkt und wie es uns im Alltagsleben verschiedene Unterdrückungssysteme auferlegt. Wir können sehen, wie es die Art und Weise, wie wir das Konstrukt des Geschlechts sehen und wie wir miteinander interagieren, beeinflusst. Wir können sehen, wie es dem Staat und dem Kapital den Raum lässt, ungerechte soziale Normen in unser persönliches Leben eindringen zu lassen.

Einige von uns bezeichnen sich als Feminist*innen, einige von uns wollen mehr über Queer Theories lernen und einige von uns wollen kein Label. Wir wollen keine Homogenität. Egal wie wir uns definieren, empfinden wie es als notwendig, uns mit allen Diskursen zu beschäftigen, die verschiedene Erfahrungen von Frauen* betreffen. Wir möchten versuchen zu verstehen, wie jede*r von uns mit verschiedenen Unterdrückungen kämpft, abhängig von unserer Erziehung, unsere ethnische Zugehörigkeit, die Farbe unserer Haut, unsere Religion, unsere Sexualität usw. Wir wollen einen Raum zu schaffen, in dem wir über diese Fragen reden können, sowie uns weiterzubilden und unsere Privilegien und unser Verständnis der Welt herauszufordern.

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In recent times, we have seen a growing request in the adi to deal more closely with feminist themes. That is why we decided to establish a feministic working group. We would like to invite all who interested to participate in a first introductory meeting which takes place in the adi on 30th March at 7 pm. During this first informal meeting we would like to get know each other as well as what we all are interesting about and to discuss how we should build this working group.

All personal stories, feelings, thoughts shared during the discussion, should be treated confidentially and remain between the participants.

The language of our meeting is English, the simultaneous translation to German will be provided, if needed.

Feel welcome!

We understand feminism as a movement for liberation, solidarity and self-organization against patriarchy and sexist behaviors. We see how patriarchy works at all levels, how it imposes systems of oppression in daily life, how it influences the way we see the construct of gender, the ways we interact with each other and how it leaves space for the state, the capital and unjust social norms to invade our personal life.

Some of us declare ourselves feminists, some of us want to research more about queer theories, and some of us don’t want any label. We don’t want homogeneity. No matter how we define ourselves, we feel the need to see through all discourses that come from different experiences as women. We want to try to understand how each of us has to fight different level of oppression, depending on our education, our ethnicity, the color of our skin, our religion, our sexuality, etc. We want to create a space where we can talk about these issues, to educate ourselves and to challenge our privileges and our understanding of the world.

Lesung „Liebe und Spiel“

Termin: am 24.03 um 18:00 Uhr.

Lesung des Debütromans „Liebe und Spiel“ von Florian Sylvester.

Die Geschichte wird von den Protagonisten mittels Tagebucheinträgen, Memoiren und Briefen selbst erzählt. Wir tauchen ein in ihre Gedanken- und Gefühlswelten.

Was kann gesagt sein?
Beginnen wir bei Lynn. Ihr obsessives Planen bringt sie bereits an den Rande der Verzweiflung. Schließlich trifft sie Karl, jene Unbekannte ihres Lebens, die imstande ist, ihren Kosmos noch mehr durcheinander zu bringen. Wir dürfen gespannt sein, was aus ihr wird, trägt sie doch so lebensvolle, spielerische Züge in sich, die es sogar in den Titel geschafft haben.

Bertrand wird Lynn sicherlich das ein oder andere Mal beigestanden haben, wenngleich sich sein Augenmerk nie in ihr verloren hatte. Nein, ihn plagte die Liebe aus der Kinderzeit, die, gehalten durch eine äußere Freundschaft, sich im Jugendalter etablierte, zur Gewohnheit wurde, ihn nicht losließ, trotzdem er es zustande brachte, sich anderweitig zu verlieben. Und hier können wir – ganz keck – einmal über den Klappentext hinausgehend, zwei weitere Namen erwähnen, hinter welchen sich die Personen verbergen, die Bertrand liebte: Isabella und Salomé, wobei erstere mit ihrem Frederick zu heiraten gedenkt.

Und zuletzt Karl – halten wir uns an die Struktur des Klappentextes –, jener etwas zerstreute und denkerische Mensch, der noch an seiner Lisa hängt, obwohl sie nicht die seinige mehr ist. Nun, wer kennt es nicht, dass etwas Großes zu einem Ende gekommen ist, doch die Gefühle noch da sind. Jener mächtige affektive Rest, der langsam abgebaut gehört und von dem wir gar nicht wissen, ob wir ihn abbauen wollen. Was kann jemand wie Lynn hierbei bewirken?

Aber lesen Sie selbst, und vergessen Sie nicht, die im Prolog aufgeworfene Frage im Kopfe zu behalten, wen das Leben nicht weiter halten kann …