A womans voice is a Revolution: Zu anti-muslimischem Rassismus und muslimischem Feminismus

Archivierter Termin: am 31.03 um 20:00 Uhr.

Vortrag und Diskussion mit der Antifaschistischen Linken International A.L.I.

Das Thema des Islam ist zu wirkmächtig, um es länger zu ignorieren: es ist verwoben mit anti-muslimischem Rassismus in Westeuropa und den USA; linken Kämpfen, die in Nordafrika und Westasien geführt werden und fundamentalistischen Ausprägungen des Islam.

Seit den jihadistischen Anschlägen am 11. September 2001 wurde die Welt neu geordnet, so dass sich neue Polarisierungen entwickelt haben. Wir wollen aus den Polarisierungen ausbrechen, differenzierte Sichtweisen entwickeln und aufeinander zugehen, indem wir innerhalb dieser Ordnungen und Dynamiken (strategische) BündnispartnerInnen suchen. Dies sind für uns unter anderem emanzipatorische Muslima und Muslime, die zwar von einer ganz anderen Perspektive aus, aber mit einem ähnlichen Ziel gegen anti-muslimischen Rassismus sowie fundamentalistische Muslime kämpfen.

An Muslima und Muslime stellen die fundamentalistischen und jihadistischen Bewegungen ganz eigene Herausforderungen. Wir wollen kennen lernen, wie emanzipatorische Muslime aus ihren Perspektiven und Interpretationen heraus mit diesen Herausforderungen umgehen und wie sie die inner-muslimischen Dynamiken einschätzen. Wir können nur gemeinsam mit emanzipatorischen Muslima und Muslimen agieren, wenn wir die Kämpfe innerhalb des Islams kennen lernen. Umgeben von anti-muslimischen Diskursen und Debatten in Europa und den USA, die „den Islam“ als „rückständig“ und „frauenverachtend“ darstellen, interessieren uns gerade die feministischen Kämpfe in muslimischen Mehrheitsgesellschaften, die meist muslimisch begründet sind.

Muslimische Frauen oder Frauen aus muslimischen Mehrheitsgesellschaften sind eingeladen von ihren Erfahrungen und Positionen zu berichten.